Eröffnung des Langen Stalls mit Noosha Aubel & Konfetti

Mein Einzug in den Langen Stall

Es war Mitte 2025, als plötzlich die Nachricht auftauchte, dass man sich für ein Studio im Langen Stall im neuen Kreativquartier Potsdam bewerben könne. Die Voraussetzungen klangen fast zu gut: bezahlbare Räume für die Kreativwirtschaft mitten in Potsdam.

Zu diesem Zeitpunkt war ich seit einigen Monaten Mieter im Rechenzentrum Potsdam – einem besonderen soziokulturellen Ort für Menschen, die gestalten, ausprobieren und verwirklichen wollen. Gleichzeitig schwebte über allem immer die Unsicherheit rund um die Zukunft des Gebäudes und den Konflikt zwischen Garnisonkirche und Rechenzentrum. Eine Situation, die meine Kreativarbeit belastet hat.

Die Möglichkeit, Teil des neuen Kreativquartiers am Langen Stall zu werden, kam deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt.


Zwischen Vorfreude und Unsicherheit

Am Anfang steht immer das Ungewisse. Die Freude über die Bewerbung war groß, gleichzeitig kamen viele Fragen auf:

Wird das Studio langfristig funktionieren?
Kann ich die Miete tragen?
Wie entwickelt sich die Gemeinschaft im Haus?
Und wie fühlt es sich überhaupt an, noch einmal neu anzufangen?

Ich streifte Zweifel ab und entschied mich, den Schritt zu gehen. Mein Konzept aus Fotografie, Gestaltung und kreativer Zusammenarbeit überzeugte die Genossenschaft des Langen Stalls – ich durfte am weiteren Auswahlverfahren teilnehmen.

Als schließlich feststand, dass ich das Studio LS.111 beziehen werde, war die Freude riesig.


Ankommen im neuen Atelier

Mittlerweile ist Mai 2026. Die ersten Möbel stehen, Bilder hängen an den Wänden und langsam entsteht ein Ort, der sich nach Arbeit, Austausch und neuen Ideen anfühlt.

In meinem neuen Atelier im Kreativquartier Potsdam entstehen zukünftig Arbeiten aus den Bereichen Businessfotografie, Portraitfotografie, Werbefotografie sowie Editorial- und freie Arbeiten. Gleichzeitig soll das Studio auch ein Ort für Gespräche, kreative Zusammenarbeit und neue fotografische Ideen werden.

Zur Eröffnung des Hauses zeigen viele Kreative ihre Arbeiten. Auch in meinem Studio hängen Fotografien aus den Serien „Disturbance“ und „92c“ hängen bereits an den Wänden meines neuen Studios.

Überall im Haus spürt man diesen besonderen Moment zwischen Baustelle, Aufbruch und Neuanfang.


„Alles Neu“

Das Motto der Eröffnung lautet „Alles Neu“. Passender könnte es kaum sein.

Hinter dem Projekt steckt eine Gruppe von Menschen, die mit enorm viel Engagement und größtenteils ehrenamtlicher Arbeit einen Ort geschaffen haben, an dem kreative Arbeit in Potsdam langfristig möglich bleibt.

Dafür empfinde ich große Dankbarkeit.

Seit meinem Einzug Anfang Mai spüre ich jeden Tag, was hier entstehen kann: Räume, in denen Ideen wachsen, Zusammenarbeit entsteht und Kreative die Möglichkeit bekommen, aus Stroh Gold zu spinnen.

Danke an Meike, Birka, Frank, Britta, Setareh, Roman und alle, die dieses Haus möglich gemacht haben.

Ein neuer Ort für Fotografie in Potsdam

Mit dem Studio LS.111 beginnt für mich ein neues Kapitel – als Fotograf in Potsdam zwischen Businessfotografie, Portrait, Werbung und freien Arbeiten.

Ich freue mich auf alles, was hier entstehen wird.

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