Meine Gedanken zu Instagram

Meine Gedanken zu Instagram

Meine Gedanken zu Instagram!

Instagram ist in aller Munde, im Wahrsten Sinne des Wortes. Entweder Du fotografierst nen Berg, das Brandenburger Tor, Dronenbild, bloggst Klamotten oder eben Essen. Mir scheint das hat Erfolg. Oder ist vielleicht leichte Kost? Der Weg das Volk in den Bann zu ziehen, nach dem Motto Brot und Spiele. Bei so manchen Bildern, ist man im Begriff sich zu verlieren. Sie handeln von Reisen, der Romantik sich raus zu begeben, in das echte Leben, sie beflügeln regelrecht das Selbe zu tun. Sie beflügeln an der Community teilzunehmen. Instagram eine Plattform ganz nach dem Motto happy living shining hat die Weichen auf Sucht gestellt. Der Sucht nach Freiheit, Landschaften, Städten und Konsum. Der Sucht nach Followern und Likes. Nichts ist zu hoch, nichts zu aufwendig, nichts zu weit entfernt um das beste Bild zu machen oder den höchstgelegenen Ort zu erreichen.

Wer nutzt Instagram

Erfüllt wird Instagram von jungen Menschen, die nach Geltung ringen und am liebsten davon leben möchten. Jede freie Minute wird investiert das System zu begreifen, den Algorithmus zu überwinden. Jede freie Minute die Jagd nach dem besten Bild. Vielleicht ohne das Aufgezählte richtig wahrzunehmen. Diese Plattform funktioniert wie ein Paralleluniversum, wie ein eigener Markt. Sie ist vielleicht eine eigene Gesellschaftsform. Eine Gesellschaftsform voller vom digitalisiertem Fortschritt verblendeter Menschen, die denken Follower gleich Freunde, Instameetbesucher gleich Freunde. Menschen die immer das Gefühl haben, ihnen fehlt etwas. Sie erhoffen Bestätigung zu finden. Diese Bestätigung ist nur vorgetäuscht. Sich einem Bild wirklich zu widmen, ist mehr als es sich auf den Bildschirm zu wischen und ein Like zu verteilen. Einen Kommentar zu geben, nur damit man selbst im Bewusstsein bleibt oder im sogenannten Geschäft ist einfach nur krank.

Das Bild und die Kernaussage des Bildes ist einfach egal geworden. Der zeitliche Rahmen in denen Bilder produziert werden ist mehr als inflationär. Die sogenannten großen der Szene, die einfach nur zeitig genug angefangen haben, werden angehimmelt. Agenturen, die sich zwischen Konzern und Consumer schalten, profitieren am meisten von dem Kuchen und sind meist selbst die großen.

Aus meiner Sicht ist das System krank und hat null Balance. Entweder Du bist groß oder eben nur ein Praktikant. Sich zu fühlen wie ein Spielsüchtiger, ist auch ein Thema, vor dem man eigentlich warnen müsste. Ein Bild auf 200x200px anzuschauen ist ein Trend, der in unsere Zeit der digitalen Mumien passt. Die meisten Fotografen gehen auf Fullscreen Ansichten auf ihren Webseiten, aber verteilen ihren Stuff auf Instagram. Das ganze hat einfach keinen Wert und vor allem produziert sie viele einsame Seelen, die denken sie sind nicht gut genug oder sie können nicht mithalten.

Mein Rat

Mein Rat, raus, normales Leben führen, Netzwerk in der Realität bilden und das was zur Verfügung steht, bedacht, unterstützend und in einer annehmbaren Zeit nutzen. Am besten in der Zeit in der es auch möglich ist, Eure Inhalte zu konsumieren. Ich nehme mich davon nicht aus.

4 comments

  1. Hey Sascha,

    schön geschrieben, der Blogpost. In einigen Punkten muss ich dir recht geben.
    Wenn ich für mich spreche, kann ich sagen, dass Instagram auch sehr viel motiviert und inspiriert. Und so schnell die Bilder an- und über sie geschaut werden kann, so schnell kommt man eben auch an Inspiration für Bilder und an weitere Ideen. Es ist quasi ne sehr einfach zu handhabende Sammlung an – wenn man möchte – hochwertigen Bildern, die man immer und überall am Handy auskramen kann, wenn man Zeit hat. Und wer ein wenig reflektiert über alles nachdenkt, der weiß, dass die eigene Leistung nicht mit dem Status in Instagram gleich zu setzen ist. Es gibt so viele richtig gute Fotografen, die nur 200-300 Follower haben und andererseits auch so viele schlechte, die tausende Follower haben, es aber einfach richtig anzustellen wissen.
    Ich habe mal ein Bild gepostet und um die hundert Likes bekommen. Aus Interesse dann das gleiche Bild in einem neu angelegten Account exakt gleich gepostet und sage und schreibe 4 Likes bekommen. In Instagram kommt es eben hauptsächlich auf die Aktivität an. Ich kommentiere gerade auch recht viel, dabei denke ich mir auch immer so Floskeln, wie “großartige Bilder” “richtig schön!” usw. werden evtl. als Floskeln aufgenommen und nicht ernsthaft beachtet, sind aber tatsächlich ernst gemeint und ich schaue mir auch sehr gerne ein Profil oder ein Bild auf Instagram etwas länger an. Wenn ich dann die Zeit und Lust dazu habe, schreibe ich auch mal gerne mehr zu einem Bild.
    Es ist tatsächlich etwas, worin man sich verfangen kann und wonach man teilweise suchtet. Ich sehe es nicht als meinen Lebensmittelpunkt. Das ist eher die Fotografie an sich, aber Instagram fordert mich heraus und gibt mir die Chance in vielen Punkten Erkenntnisse hinzuzugewinnen und zu wachsen.

    Viele Grüße aus dem Südwesten
    Kevin

    • Schöner Ansatz Kevin. Im Endeffekt muss jeder selbst damit klar kommen. Ich für mich habe auch einen sehr guten Weg 🙂

  2. Hi Sascha. Eigentlich war ich auf der Suche, nach der Information, mit welchen Objektiven du so arbeitest… Dabei bin ich über diesen Artikel gestolpert. Ich sag mal so, ich bin schon dankbar, dass ich durch Instagram zum Beispiel auf deine Arbeiten aufmerksam geworden bin. Oder auf andere Künstler. Und mich dadurch auch inspirieren lassen kann. Auf der anderen Seite beschreibt dein Blog genau das, was ich fühle. Der gefühlte Praktikant. Ich bin freilich nur eine Hobbyfotografin, aber wenn ich Accounts sehe, die Null ästhetischen oder künstlerischen oder andersartigen talentierten Ansatz haben, aber dafür tausende von Followern, frage (oder fragte) ich mich oft, was ich falsch mache. Und die Antwort ist eigentlich simpel: gar nichts. Also nicht in Bezug auf Instagram. Denn ich habe es quasi aufgegeben, die MASCHINE verstehen und überlisten zu wollen. Diese Zeit investiere ich dann tatsächlich lieber in die Fotografie. Aber auch diese Erkenntnis muss man erstmal haben. Und das reale Netzwerk ist tatsächlich unbezahlbar 😉

    Kommen bei dir 35mm Objektive zum Einsatz? (sorry, aber die Frage musste ich kurz los werden ^^)

    Beste Grüße verbunden mit meinem größten Respekt 🙂
    Antje

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